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Bedienung

Die Weboberfläche ist unter http://<host>:3000 erreichbar. Sie aktualisiert sich selbst, ein Neuladen ist nicht nötig. Während ein Test läuft, wird häufiger abgefragt.

Dashboard​

Das Dashboard hat zwei Bereiche und eine Sprachumschaltung (DE/EN) in der Kopfzeile:

  • Eingesteckte Platten: Eine Karte pro erkanntem Laufwerk mit Modell, Größe, Pfad, Bezeichnung, Verdict (Ampel), Temperatur und dem laufenden oder letzten Job. Neu eingesteckte Platten werden kurz hervorgehoben. Ein Klick öffnet die Plattenansicht. Die Plakette zeigt „System“ nur bei Platten, die das laufende System tragen, sonst „In Benutzung: “. Läuft für die Platte ein Automatik-Countdown, ist er hier sichtbar und abbrechbar (siehe Automatik).
  • Bekannte Platten (nicht eingesteckt): Alle Platten, die der Tester schon einmal gesehen hat, mit dem letzten Stand. Die Historie bleibt erhalten, bis der Eintrag gelöscht wird. Gelöscht werden können nur Platten, die gerade nicht eingesteckt sind.

System-Platten (Root, /boot, EFI oder aktives Swap des laufenden Systems) sind standardmäßig ausgeblendet. Der Schalter System-Platten anzeigen blendet sie ein; die Wahl wird im Browser gemerkt. Alle Platten, auch die nicht eingesteckten, stehen im Archiv.

Oben erscheint ein Hinweisbanner, wenn die Selbstprüfung Probleme findet (z. B. fehlendes smartctl, kein root, kein Zugriffsschutz). Im Mock-Modus steht in der Kopfzeile „Mock-Modus“, die Platten sind dann simuliert.

Die Hotplug-Abfrage und die SMART-Aktualisierung im Leerlauf lassen sich unter Einstellungen anpassen.

Plattenansicht​

Die Plattenansicht gliedert sich in:

  • Identität: Hersteller (aus dem Modell abgeleitet), Modell, Seriennummer, Firmware, Transport (SATA, USB, NVMe …), Größe, Pfad und die frei wählbaren Felder Bezeichnung und Notizen.
  • Befunde: Das Verdict mit allen Befunden und ihrer Begründung.
  • SMART: Kennzahlen (Gesundheit, Temperatur, Betriebszeit, Einschaltzyklen, Reallokationen, ausstehende und nicht korrigierbare Sektoren), alle Attribute, bei NVMe die Gesundheitswerte, das Selbsttest-Protokoll und die Meldungen von smartctl. Mit SMART neu lesen wird der Stand sofort aktualisiert.
  • Tests und Platte löschen: Siehe Tests und Löschen.
  • Aktueller Job: Fortschritt über alle Schritte, geschätzte Restzeit, Abbrechen und Live-Log.
  • Testverlauf: Alle abgeschlossenen Jobs der Platte innerhalb der Aufbewahrungsdauer (siehe Archiv), jeweils mit Ergebnis, Dauer und Befunden.

Tests und Löschen sind nur möglich, wenn die Platte eingesteckt ist und kein Job läuft. Zerstörende Aktionen verlangen die Seriennummer als Bestätigung.

Bezeichnung und Notizen​

Unter Identität lassen sich eine kurze Bezeichnung (z. B. „Schacht 3 / WD Red alt“) und Notizen speichern. Beide gehören zur Platte (über Modell und Seriennummer) und bleiben auch nach dem Abstecken erhalten. Die Bezeichnung erscheint auf dem Dashboard und in Mails.

Platten ohne Seriennummer​

Meldet ein USB-Adapter keine Seriennummer, versucht der Tester die Platte über SMART zu identifizieren. Melden mehrere Platten dieselbe Identität (z. B. Adapter mit fester Seriennummer), bekommt jede eine eigene Kennung, und zerstörende Aktionen werden für sie gesperrt.

Verdict und Befunde​

Jeder Befund hat eine Stufe:

StufeBedeutung
InfoHinweis ohne Einfluss auf das Verdict (z. B. hohe Betriebsstunden, als Basis übernommener Zähler).
WarnungAuffälligkeit, die beobachtet werden sollte.
DefektSchwerer Befund. Die Platte sollte nicht mehr für wichtige Daten verwendet werden.

Das Verdict ist die höchste Stufe aller Befunde: Gut (keine Warnung oder Defekt), Warnung oder Defekt. Ist SMART nicht lesbar, lautet das Verdict Unbekannt.

Geprüft werden unter anderem:

  • SMART-Gesamtstatus FAILED sowie Attribute, die unter ihrem Grenzwert liegen (aktuell: defekt, früher: Warnung).
  • Reallocated Sectors (5): ab 100 defekt, darunter Warnung. Dazu Reallocation-Ereignisse (196), Pending Sectors (197), Reported Uncorrect (187) und Spin-Retry (10) als Warnung.
  • Offline Uncorrectable (198) und ein fehlgeschlagener letzter Selbsttest: defekt.
  • Command Timeouts (188) über 10 und UDMA-CRC-Fehler (199): Warnung. CRC-Fehler deuten meist auf Kabel, Backplane oder Adapter hin, nicht auf die Platte.
  • Betriebsstunden: über 50 000 Info, über 70 000 Warnung.
  • Temperatur ab der in den Einstellungen gesetzten Grenze.
  • NVMe: Critical Warning, Media Errors und zu geringe Reserve-Kapazität sind defekt, ein Verschleiß ab 90 % ist eine Warnung.

Maßgeblich ist immer die Begründung, die der jeweilige Befund in der Oberfläche nennt.

SMART-Basiswerte​

Zähler wie 199 UDMA_CRC_Error_Count (Kabel/Backplane), 5 Reallocated oder 197 Pending lassen sich in der Firmware nicht zurücksetzen; sie zählen ein Leben lang. Ein einmal aufgetretener CRC-Fehler bliebe also für immer eine Warnung, auch nachdem das Kabel getauscht wurde.

Mit Als Basis übernehmen (am jeweiligen Befund) wird der aktuelle Wert samt Datum als bekannt gespeichert. Danach gilt:

  • Bleibt der Wert gleich oder sinkt er, wird der Befund nur noch als Info gezeigt und das Verdict bleibt ok.
  • Steigt er über die Basis, kommt wieder eine Warnung („seit Basis N am TT.MM.JJJJ: +X“), auch per Mail. Dort lässt sich eine neue Basis übernehmen.
  • Schwere Befunde („Defekt“) lassen sich nicht übernehmen. Basis entfernen stellt den Ursprungszustand wieder her.

So erkennt man, ob ein Fehler ein Altfall war (Kabel getauscht, Zähler steht still) oder weiterläuft (Zähler steigt, Kabel/Backplane weiter verdächtig).

Übernehmbar sind Warnungen für UDMA-CRC-Fehler, Command Timeouts, Reallocated Sectors, Reallocation-Ereignisse, Reported Uncorrect, Spin-Retry und Pending Sectors.

Sprache​

Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch. Der Umschalter DE/EN in der Kopfzeile speichert die Wahl in einem Cookie (dt_lang); ohne Wahl richtet sich die Sprache nach dem Browser, ersatzweise Deutsch. Mails und Job-Protokolle richten sich nach der Sprache in den Einstellungen (Standard Deutsch), da sie nicht für einen bestimmten Betrachter entstehen.

Einstellungen​

Unter Einstellungen werden gepflegt:

  • Hotplug-Abfrage (Sekunden) und SMART-Aktualisierung im Leerlauf (Sekunden),
  • Sprache für Mails und Job-Protokolle,
  • Aufbewahrung der Jobs in Tagen (30 bis 3650, siehe Archiv),
  • eigene Testpläne anlegen, ändern und löschen,
  • die Automatik,
  • Empfänger und Alarm-Schalter, Temperaturgrenze und Testmail (siehe Benachrichtigungen).